Server-Ressourcen sparen mit Contao-Cache und Bot-Blocking

von Dennis Erdmann

Ein Fall aus der Praxis: eine Website mit durchschnittlich über 12.000 Besucher:innen pro Tag, schrittweise von Contao 4.9 über 4.13 auf 5.3 aktualisiert. Mit dem Update auf 5.3 tauchte ein neues Problem auf: Die 150 GB, die für das Projekt auf dem Server reserviert waren, wurden knapp – bis die Website an einem Freitagabend offline ging. Die IT konnte schnell handeln und dem Server 100 GB zusätzlich spendieren. Aber langfristig musste der Ressourcen-Verbrauch runter.

Bots und unerwünschte Zugriffe aussperren

Da die Website bei Besucher:innen wie Bots/Crawlern gleichermaßen beliebt war, bestand der erste Schritt darin, Bots wie zum Beispiel den Semrush-Bot auszusperren. Der Effekt zeigt sich bei solchen Bots allerdings erst nach Tagen oder Wochen, da sie nur unregelmäßig vorbeischauen.

Zusätzlich wurde der Zugriff aus Ländern wie China und Japan unterbunden, und ein Rate-Limit für die zentrale Suchfunktion stand als weitere Maßnahme im Raum.

Eine Einschränkung dazu: Jemanden auszusperren ist eigentlich kein schöner Weg – aber wenn solche Zugriffe unverhältnismäßig viel Geld kosten, ist es ein legitimer.

Der größte Hebel: der Contao-Cache

Was mit Abstand den größten Effekt hatte, war die Aktivierung des Contao-Caches: der Private-Cache auf 15 Minuten, der Shared-Cache auf 3 Stunden. Das führte innerhalb eines Wochenendes dazu, dass das System 19 GB weniger Speicher benötigte, Tendenz fallend.

Wenn du also nicht beliebig Server-Kapazitäten zur Verfügung hast, oder wenn du der Umwelt zuliebe Ressourcen schonen möchtest, dann ist die Aktivierung der Caches ein gewaltiger Hebel.

In der Contao-Doku gibt es dafür einen eigenen Eintrag: HTTP Caching.

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