Schnittstelle zu Heroes Bewerbermanagement
Für eine Klinik haben wir die Brücke zwischen Recruiting-System und Website gebaut: Stellenanzeigen aus HEROES landen automatisch als fertig gestaltete Karriereseiten in Contao — die Redaktion behält dabei die volle Kontrolle.
Die Ausgangslage
Das Recruiting-Team pflegt seine Stellenanzeigen in HEROES. Gleichzeitig sollen die Stellen auf der eigenen Karriere-Website erscheinen — im Design der Klinik, mit echten Ansprechpartner:innen und direktem Bewerbungsweg. Ohne Anbindung hätte das doppelte Datenpflege bedeutet: jede neue Stelle, jede Änderung, jede Besetzung zweimal einpflegen.
Was wir gebaut haben
Wir haben eine eigene Contao-Erweiterung entwickelt, die den HEROES-Feed automatisch in die Jobbörse der Website (Plenta Jobs Basic) importiert. Der Abgleich läuft per Cronjob — einmal eingerichtet, hält sich die Karriereseite selbst aktuell.
Der interessante Teil steckt dabei nicht im Import selbst, sondern in dem, was aus den Feed-Daten wird: Statt die Inhalte als einen Textblock abzulegen, zerlegt der Import jede Stelle in einzelne Contao-Inhaltselemente — Aufgaben, Qualifikationen, Benefits, ein Zitat aus dem Team als gestaltetes Blockquote, eine Eckdaten-Box mit Beschäftigungsart, Eintrittstermin und Standort, dazu Ansprechpartner:in mit Foto und Bewerbungs-Buttons an den richtigen Stellen. Jede importierte Stelle sieht aus wie eine von Hand gebaute Karriereseite.
Die Details, die den Unterschied machen
Import und Redaktion kommen sich nicht in die Quere. Das war die eigentliche Knacknuss des Projekts: Die Redaktion soll importierte Seiten umbauen dürfen — Elemente umsortieren, in Layout-Abschnitte verschachteln, eigene Inhalte ergänzen. Der Import erkennt seine Elemente beim nächsten Lauf trotzdem wieder, auch tief in verschachtelten Strukturen, und aktualisiert nur die Inhalte. Die Seitenstruktur der Redaktion bleibt unangetastet.
Redaktionelle Freigabe statt Blindflug. Neue Stellen erscheinen nicht ungefragt auf der Website, sondern kommen unveröffentlicht an. Das Team prüft und schaltet frei — der Import fasst den Veröffentlichungsstatus nie an. Importierte Texte sind zudem im Backend schreibgeschützt, damit niemand Änderungen vornimmt, die der nächste Abgleich stillschweigend überschreiben würde.
Saubere Daten aus einem unsauberen Feed. Feed-Daten sind selten druckreif. Der Import wandelt lose Zeilenumbrüche in echte Absätze um, erkennt Voll- und Teilzeit aus Freitextangaben, parst deutsche Datumsformate wie „01. Juni 2026“ und ordnet Standorte und Ansprechpartner:innen den redaktionell gepflegten Stammdaten zu, statt Duplikate anzulegen. Jede Stelle wird über ihre Kennziffer eindeutig wiedererkannt — Änderungen aktualisieren, statt zu vervielfachen.
Sichtbar in der Google-Jobsuche. Jede Stellenseite liefert automatisch strukturierte Daten für Google for Jobs — zusammengesetzt aus genau den Inhaltselementen, die auch auf der Seite stehen. Keine gepflegte Zweitfassung, keine Abweichungen.
Das Ergebnis
Eine Karriereseite, die sich selbst pflegt: Stellen werden ausschließlich in HEROES bearbeitet, die Website zieht automatisch nach. Die Redaktion kümmert sich um Freigabe und Feinschliff statt um Copy-Paste — und Bewerber:innen sehen aktuelle, im Klinik-Design gestaltete Stellenanzeigen mit direktem Weg ins Bewerbungsformular.
Eckdaten: Contao 5 · Plenta Jobs Basic · eigenes Import-Bundle (PHP 8.3, Symfony-Komponenten) · Anbindung per HEROES-XML-Feed · Google-for-Jobs-Strukturdaten